Freitag, 24. Juli 2015

Rückblick (2): Die Spielzeit 2014/15 des Badischen Staatstheaters

Gesunkene Zuschauerzahlen und schlechte Stimmung
Tja, was war das denn jetzt in der Spielzeit 2014/15? Eigentlich eine künstlerisch interessante und akzeptable Spielzeit, doch mit einen Stimmungstief am Badischen Staatstheater. Peter Spuhler sorgte dafür, daß das Karlsruher Staatstheater negativ in die Schlagzeilen kam. Die Eskalation und der Ärger rund um das Verhalten des Intendanten lenkten die Aufmerksamkeit auf die Probleme in der Baumeisterstraße statt auf die Bühnenkünstler. Doch es lag nicht daran, daß das treue Karlsruher Publikum seltener kam: Um über 4 Prozent auf ca. 290.000 besetzte Plätze sollen die Besucherzahlen 2014/15 in Karlsruhe gesunken sein. 2013/14 wurden ca. 305.000 Eintrittskarten für Vorstellungen des Badischen Staatstheaters abgesetzt. Es scheint mir eher eine normale Schwankung und kein zusätzlicher Abwärtstrend zu sein.

Künstlerisch gab es einige bemerkenswerte Augenblicke, große Abende und bravouröse Leistungen, und zwar

Dienstag, 21. Juli 2015

8. Symphoniekonzert, 20.07.2015

Die Ouvertüre zu Bedřich Smetanas Oper Die verkaufte Braut stimmte gestern schwungvoll und rasant in das letzte Konzert der Spielzeit ein.

Montag, 20. Juli 2015

Festspielhaus Baden-Baden: Mozart - Die Hochzeit des Figaro, 19.07.2015

In Baden-Baden setzt man bei Mozart auf Luxus-Besetzungen und große Namen und auch gestern gab es verdientermaßen viel Begeisterung, denn es gab eine Mozart-Oper als hoch inspiriertes Sänger-Fest zu hören. Ob es in den letzten Jahren live einen besser besetzten Figaro überhaupt irgendwo zu bestaunen gab? Ein "Event", das tatsächlich Ereignis war!

Montag, 13. Juli 2015

Verdi - Falstaff, 12.07.0215

Gute Nachrichten zur letzten Opern-Premiere der Spielzeit: keine Selbstdarstellung, keine Wichtigtuerei, keine Eitelkeiten - nicht Intendanz und Regie, sondern Werk, Künstler und Publikum stehen im Mittelpunkt. Der neue Falstaff macht Freude, vor allem sängerisch! Und damit ist praktisch schon fast alles gesagt. Schade, daß die Opern-Fans zuletzt Karlsruhe (oder doch eher der Karlsruher Intendanz?) ein wenig den Rücken gekehrt zu haben scheinen und die Premieren und Vorstellungen sich entleeren. Falstaff hat ein volles Haus verdient.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Opéra Garnier, Paris: Gluck - Alceste, 01.07.2015

Daß die Iphigenie en Tauride am Badischen Staatstheater trotz kleiner Defizite (sängerisch schön, musikalisch etwas zu stark auf Schönklang getrimmt, szenisch zwar spannend und gelungen, aber mit unnötiger und substanzloser Wichtigtuerei) ein gutes Niveau  erreicht, zeigt ein prominenter Vergleich. Für einen Vorstellungsbesuch von Glucks Alceste in der Pariser Opéra Garnier gibt es derzeit gute Gründe: